KPV Infocenter

Unten findest du Links und Auszüge (Feeds) von aktuellen Beiträgen der Websites des Gemeinde- und des Städtebundes. Die Feeds weiterer kommunalpolitischer Informationsanbieter kannst du mit den Links in der linken Spalte aufrufen. Durch den Datenimport kann es manchmal zu Problemen (Darstellung von Sonderzeichen und Umlauten, nicht funktionierende Links, etc). Wir bitten um Verständnis.

Feeds von Gemeinde- und Städtebund

Wien (OTS) –Das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis lautete "Gesellschaft.Wandel.Mobilität" – denn der Wunsch und Anspruch auf maximale Mobilität beschäftigt VerkehrsplanerInnen genauso so wie PolitikerInnen. Das Verkehrssystem steht vor großen Veränderungen, deren Folgen noch kaum absehbar sind: Digitalisierung, Automatisierung, Sharing und E-Mobilität sind einige Stichworte. Es ist zu erwarten, dass v.a. durch steigende Grundpreise auch die Zersiedelung weiter zunehmen wird und somit die PendlerInnenzahlen.

Gerade im städtischen Bereich werden die negativen Auswirkungen von mehr Mobilität mehr und mehr spürbar. So ist es vor allem der begrenzte Raum im dicht bebauten Stadtgebiet, der dem Zeitalter des motorisierten Individualverkehrs Grenzen aufzeigt – begleitet von den Anforderungen, die EU-Grenzwerte im Bereich der Luftqualität auch tatsächlich einzuhalten und entsprechende Maßnahmen zu setzen.

In Bezug auf Energie- und Platzbedarf, steigenden Treibhausgas-Emissionen und gesundheitliche und soziale Aspekte ist der Verkehr ein Sorgenkind. Um Mobilität in eine klimaverträgliche, sozial gerechte und ökonomisch effiziente Richtung voranzutreiben, braucht es vorbildliche Projekte, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie innovative Konzepte und Ideen.

Der Österreichische Städtebund leistet hier gerade im Bereich des Stadtgrenzen überschreitenden Öffentlichen Verkehrs gemeinsam mit Bund und Ländern Pionierarbeit: in drei Studien wurde erforscht, welche Maßnahmen es braucht, um die Schnittstelle an der Stadtgrenze für die Öffi-KundInnen möglichst reibungslos zu gestalten, welcher unmittelbare Finanzierungsbedarf im Bereich der stadtregionalen Öffi-Infrastrukturen besteht und mit welchen Mehrbedarf die öffentliche Hand rechnen muss, wenn der Verkehrsbereich bis 2050 tatsächlich CO2-frei abgewickelt werden soll. Hier zeichnen sich im ÖPNV durch Antriebsumstellungen und vor allem Angebotsausweitungen im ÖV ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von etwa 16 Mrd. EUR bis 2050 ab. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Betrag von ca. 530 Mio. EUR, was die Städte und die Gemeinden in den Stadtregionen vor erhebliche finanzielle und organisatorische Herausforderungen stellt.

Die Ergebnisse finden Sie unter: www.staedtebund.gv.at/themen/mobilitaet/stadtregionaler-oev

Insgesamt 321 Projekte wurden bei den VCÖ-Preisen 2018 eingereicht und anschließend von einer Fachjury bewertet. Unter den Siegerprojekten finden sich zahlreiche innovative Projekte, die direkt von Städten und Gemeinden initiiert oder unterstützt werden. Darunter die folgenden:

  • Der „Sonnengarten Limberg“ der Stadtgemeinde Zell am See ist ein Wohnbauprojekt, bei dem Bauträger und Gemeinde gemeinsam an einem Mobilitätskonzept für die Siedlung arbeiten. Die Siedlung für 460 BewohnerInnen enthält eine vollständige Infrastruktur, die die kurzen Wege fördert. Es gibt Fahrradabstellanlagen, ein kostenloses Fahrrad-Reparaturservice, Car-Sharing und E-Bikeangebote, die Siedlung ist an das Radwegenetz Zell am See angeschlossen.
     
  • „Nextbike Klagenfurt“: Über eine App können Fahrräder ganzjährig ausgeliehen werden und an 32 Stationen wieder abgestellt werden. Mittlerweile wurde das Projekt auch auf die Umlandgemeinden ausgedehnt.
     
  • Stadt Salzburg: Schulstraßen und „Radverkehrsstrategie 2015+“: Die Stadt Salzburg wurde gleich mit zwei Projekten ausgezeichnet: Einerseits reagiert sie auf das Phänomen der „Elterntaxis“ vor Volksschulen, indem sie sechs Volksschulen in der Stadt zu verkehrsfreien „Schulstraßen“ erklärt und sperrt.
    Andererseits mit der „Radfahrstrategie 2025“, die im Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde. Demnach soll der Radverkehr von 20 auf 24 Prozent gehoben werden und stellt dafür eine Verdoppelung des Budgets für Radprojekte zur Verfügung. 
     
  • Auch die Stadt Bregenz setzt auf den sicheren Schulweg und ruft das Projekt „Selbständig zur Schule“ aus. An vier Volksschulen wurde an konkreten Beispielen der Schulweg der Kinder analysiert und gemeinsam überlegt, wie Kinder selbständig ohne „Elterntaxis“ den Schulweg bewerkstelligen können. Auch hier war eine teilweise Straßensperre eine von mehreren Maßnahmen.
     
  • Die Stadt Lienz ist als regionales Zentrum Osttirols auch im Verkehrsbereich besonders gefordert. Täglich pendeln hier Menschen zur Arbeit und zur Schule ein. Jetzt wird der Bahnhof als Mobilitätszentrum umgestaltet und berücksichtigt dabei auch die überregionale Erreichbarkeit durch E-Carsharing, Fahrräderverleih, Transportfahrräder etc.
     
  • Die Stadt Wien wird heuer durch zwei hervorragende Projekte überregional ausgezeichnet: einerseits „Greening Aspang“: Die Aspangstraße im 3. Wiener Gemeindebezirk wird zum Pilotprojekt, wie durch einfache und kostengünstige Begrünung eine Senkung der Hitze erreicht werden kann.  Das zweite Projekt bezieht sich auf die Gestaltung der Seestadt Aspern, wo FußgängerInnen, RadfahrerInnen und der Öffentliche Verkehr Vorrang hat.

„Der Österreichische Städtebund gratuliert allen Siegerprojekten sehr herzlich“, so Generalsekretär Thomas Weninger anlässlich der Preisverleihung.
„Städte spüren die Auswirkungen steigender Mobilitätsnachfrage besonders stark.  Einer der wichtigsten Ziele muss sein, dass alle sozialen Gruppen von mobilen Angeboten profitieren. Daher braucht es einen starken öffentlichen Verkehr für die gesamte Stadtregion. Einmal mehr zeigt sich, dass Städte die Laboratorien der Zukunft sind“, sagte Weninger.

Der VCÖ-Preis holt innovative Einzelprojekte vor den Vorhang und zeigt jedes Jahr, welche Innovationskraft in den Städten und Stadtregionen steckt, um den öffentlichen Verkehr attraktiver und besser zu machen und damit den Klimazielen näherzukommen. Der VCÖ-Mobilitätspreis erfüllt damit eine sehr wichtige verkehrspolitische Aufgabe“, schloss Weninger.

Zwtl.: Der VCÖ-Mobilitätspreis

Der VCÖ-Mobilitätspreis ist Österreichs größter Wettbewerb für nachhaltige Mobilität und wird in Kooperation mit dem BMVIT, dem BMNT und den ÖBB durchgeführt. Der 26. VCÖ-Mobilitätspreis stand unter dem Motto „Mobil in Stadt und Land“. Der Klimavertrag von Paris bedeutet sowohl für Städte als auch für die Regionen, dass der Verkehr spätestens im Jahr 2050 vom Erdöl unabhängig sein muss. Zudem werden die Städte und deren Umland in den kommenden Jahren stark an Bevölkerung wachsen. Eine klimafreundliche, gesunde, kostengünstige und platzsparende Mobilität ist möglich – sowohl in den Städten als auch in den Regionen. Das zeigen die beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereichten Projekte. 

Mehr zum Mobilitätspreis: www.vcoe.at

Mehr zum Österreichischen Städtebund: www.staedtebund.gv.at, www.stadtregionen.at; www.staedtebund.gv.at/themen/mobilitaet/stadtregionaler-oev

Rückfragehinweis für Medien:
Saskia Sautner
Österreichischer Städtebund
Telefon: +43(0)1/4000-89990
saskia.sautner@staedtebund.gv.at

 

Feed-ID: 9, 18.9.2018

Wien (OTS) Der Österreichische Städtebund warnte heute eindringlich vor der geplanten Kürzung der Bundeszuschüsse im Bereich der Kinderbetreuung: „Jeder Cent, der in der Kinderbetreuung fehlt, bedeutet weniger Berufstätigkeit und weniger Einkommen für Eltern, insbesondere für Frauen“, sagte Generalsekretär Thomas Weninger. 

Wiewohl dem Österreichischen Städtebund bis zur Stunde kein Entwurf für die neue Regelung vorliegt, könne die von Familienministerin Juliane Bogner-Strauß angekündigte Kürzung um 30 Millionen (von bisher insgesamt 142,5 auf 110 Millionen) keinesfalls akzeptiert werden:„Eine Kürzung von einem Viertel bedeutet in jedem Fall, dass das Angebot eingeschränkt werden muss“, erklärte Städtebund-Generalsekretär Weninger.

Angesichts der geplanten Flexibilisierung der Arbeitszeit werde die Nachfrage nach Kinderbetreuungseinrichtungen mit längeren Öffnungszeiten steigen, was eine Ausweitung der Öffnungszeiten und damit eine Aufstockung des Personals erforderlich mache. Bereits jetzt ist der Bedarf insbesondere am Nachmittag in vielen Regionen jedoch gar nicht gedeckt. Laut der aktuellen Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria haben nur 3.751 von 9.297 Kinderbetreuungseinrichtungen 10 und mehr Stunden geöffnet.
„Um das Angebot zu halten oder sogar auszuweiten, ist die bisherige Fördersumme das Mindestmaß“, sagte Weninger.

Insgesamt weist der Österreichische Städtebund darauf hin, dass der geplante „Familienbonus“ der Bundesregierung auch direkte Auswirkungen auf das Investitionsvolumen der Gemeinden und Städte – und damit auf die Bereitstellung von Kinderbetreuung – haben wird: Durch einen Verlust von Steuereinnahmen durch den sogenannten „Familienbonus“ im Ausmaß von  geschätzten 1,2 Milliarden Euro pro Jahrerhalten auch Städte und Gemeinden weniger Steuermittel über den Finanzausgleich. Für 2019 werden weniger Einnahmen von 85 Millionen erwartet, ab 2020 werden die Verluste der Gemeinden sich dann mit 136 Millionen Euro jährlich zu Buche schlagen.
Durch die Kürzungen bei den 15a-Verträgen zur Elementarpädagogik sind Städte und Gemeinden daher doppelt von Einsparungen betroffen.

„Durch den Familienbonus entsteht kein einziger neuer Kinderbetreuungsplatz. Es wird auch nicht die Qualität in der Kinderbetreuung erhöht. Wohl aber fehlt dieses Geld direkt bei der Finanzierung von nötigen Kinderbetreuungseinrichtungen“, erklärte Weninger dazu. „Es ist daher dringend notwendig, dass Gespräche darüber geführt werden, wie ein Ausbau und nicht ein Rückbau in der Kinderbetreuung finanziert werden kann. Eine Kürzung der Mittel in der Kinderbetreuung bei gleichzeitigem, massivem Einnahmenausfall durch den Familienbonus werden wir keinesfalls akzeptieren“; schloss Weninger.

Rückfragehinweis für Medien:

Saskia Sautner, Kommunikation Österreichischer Städtebund

+ 43 1 4000 89990; saskia.sautner@staedtebund.gv.at

www.staedtebund.gv.at

Feed-ID: 7, 11.7.2018

Der Österreichische Städtebund sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Finanzierung der Kinderbetreuungseinrichtungen.

„Demnächst laufen laufen wichtige 15a-Vereinbarungen aus, wir haben bisher nicht einmal eine Einladung zu Verhandlungen über die weitere Finanzierung erhalten“, kritisierte Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes.

Der Bund unterstützt über sogenannte 15a-Vereinbarungen den Ausbau der Kinderbetreuung in den Bundesländern. Städte und Gemeinden als Kindergartenenrhalterinnen können dann bei den Ländern um diese Mittel ansuchen.

Zwei dieser Vereinbarungen laufen bereits mit Ende August aus.

Laut den jüngsten Aussagen der Familien- und Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß soll es weniger Geld für den Ausbau der Betreuungen der 3-6 Jährigen geben, weil der Bedarf angeblich bereits gedeckt sei. Dieser Annahme widerspricht der Städtebund:

„Es besucht zwar die überwiegende Mehrheit dieser Altersgruppe eine Betreuungseinrichtung, über die Betreuungsintensität sagt das allerdings noch nichts aus. So bieten die die wenigsten Einrichtungen Betreuung am Nachmittag oder in den Schulferien an“, sagt Weninger. „Angesichts einer geplanten Ausweitung der Maximal-Arbeitszeit muss daher dringend in längere Öffnungszeiten investiert werden. Kinderbetreuung ist der Schlüssel bei der Berufstätigkeit von Eltern“, so Weninger.

 Laut der aktuellen Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria haben nur 965 von insgesamt 9.297 Kinderbetreuungseinrichtungen österreichweit mehr als 12 Stunden geöffnet. Von diesen 965 Einrichtungen befinden sich 857 in Wien.

Bei den Kindergärten sperrt mehr als ein Fünftel vor 14.00 Uhr zu, während nur jeder dritte bis mindestens 17.00 Uhr geöffnet hat.

 

Weninger kritisiert auch, dass bis heute keine Gespräche mit Städte- und Gemeindebund  über die weitere Finanzierung der Kindergärten stattgefunden habe: „Es ist bemerkenswert, dass weder der Österreichische Städtebund noch der Österreichische Gemeindebund als Vertretung der Gemeinden, die die meisten Kindergärten erhalten, kontaktiert worden sind. Wir erwarten uns Gespräche auf Augenhöhe bei einem so zentralen Thema“, sagte Weninger abschließend.

 

 

Rückfragehinweis für Medien:

Saskia Sautner

Kommunikation Österreichischer Städtebund

+ 43 1 4000 89990

saskia.sautner@staedtebund.gv.at

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Feed-ID: 9, 5.7.2018

Schnelles und leistungsfähiges Internet: Dafür müssen Glasfaserleitungen bis in die Gebäude gelegt und Anlagen erweitert oder errichtet werden; oft auf fremden privaten oder öffentlichen Grundstücken. Das Leitungsrecht versucht dabei die Interessen abzuwägen: die steigende Nachfrage nach leistungsfähiger Kommunikation, der Wettbewerb der Unternehmen und das Eigentum.


Wissen durch Beispiele und FAQs
Die Broschüre erklärt unter anderem, welche Rechte und Pflichten den Städten und Gemeinden zukommen, wer Leitungsrechte in Anspruch nehmen kann oder wie Betroffene am besten auf Nachfragen eines Telekombetreibers reagieren.
Die zuständigen Behörden für Leitungsrechte sind die RTR und die TKK. Kann keine Einigung über Leitungsweg oder Abgeltung erreicht werden, können beide Seiten die RTR als Vermittler heranziehen. Letztlich kann die TKK in einem Verwaltungsverfahren mittels Bescheid für Klarheit sorgen.
„Leitungsrechte: Grundlagen und Praxis – Broschüre für Städte und Gemeinden“ ist als kostenloser Download verfügbar unter: https://www.rtr.at/de/inf/BroschuereLeitungsrechte


Was ist die RTR und was sind ihre Aufgaben?
Am 1. April 2001 wurde per Gesetz die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) gegründet. Die RTR besteht aus den zwei Fachbereichen „Medien“ (GF Mag. Oliver Stribl) sowie „Telekommunikation und Post“ (GF Mag. Johannes Gungl). Als Geschäftsstelle unterstützt sie die Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria), die Telekom-Control-Kommission (TKK) und die Post-Control-Kommission (PCK).

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RTR bereiten als Expertinnen und Experten in unterschiedlichen Wissensgebieten (Recht, Technik, Frequenzmanagement und Wirtschaft) die Entscheidungen der Regulierungsbehörden auf. Damit tragen sie dazu bei, Österreich an der Spitze der Informationsgesellschaft zu platzieren und Wettbewerb auf den Kommunikationsmärkten nachhaltig zu sichern. Gleichzeitig arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch für die von der RTR selbstständig verantworteten Bereiche. Dazu zählen die Verwaltung des Digitalisierungsfonds, des Fernsehfonds Austria, des Privatrundfunkfonds und des Nichtkommerziellen Rundfunkfonds; die Endkundenstreitschlichtung; die Verwaltung der Kommunikationsparameter (z.B. Nummerierung) sowie die „Zentrale Informationsstelle für Infrastrukturdaten“ (ZIS).


Rückfragehinweis:
Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH
Mag. Gregor Gradnig, MA
Pressesprecher Telekommunikation und Post
+43 1 58058 - 111
gregor.gradnig@rtr.at
www.rtr.at

Feed-ID: 9, 18.6.2018

Wien (OTS) – Der Österreichische Städtebund fordert in Bezug auf die Deutschförderklassen eine flexiblere Frist für die Einführung dieser Klassen, um an den einzelnen Schulstandorten die räumlichen Vorbereitungen treffen zu können.

„Grundsätzlich begrüßen wir alle Maßnahmen, die Kindern und Jugendlichen dienen, intensiv die Sprache zu lernen und damit bessere Bildungschancen zu erlangen“, räumte Städtebund-Generalsekretär ein.

„Das Gesetz geht jedoch davon aus, dass bestehende Raumressourcen für separate Deutschklassen genutzt werden können, was oft nicht der Fall ist. Wenn Schulen jedoch nicht als Ganztagesschulen geführt werden, müssen Räumlichkeiten erst gefunden und auf den Stundenplan abgestimmt werden. Viele Städte sehen sich außerstande, die Herausforderung in so kurzer Zeit zu lösen“, so Weninger. Der Österreichische Städtebund sucht daher das Gespräch mit Bundesminister Heinz Faßmann.

Beim 68. Österreichischen Städtetag in Feldkirch 2018 wurden vergangene Woche die Deutschklassen intensiv diskutiert und in der abschließenden Resolution  einstimmig beschlossen. In der Resolution heißt es: 
• die Anstrengungen, Kinder und Jugendliche beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen, werden grundsätzlich begrüßt;

• die konkrete Ausgestaltung der Deutschförderung sollte jedenfalls auf Basis der wissenschaftlichen Forschung und aufgrund der regionalen Gegebenheiten im Rahmen der Schulautonomie erfolgen und nicht von oben dekretiert werden;

• die Einrichtung von Deutschförderklassen darf zu keinem exorbitanten Mehraufwand führen. Es muss sichergestellt werden, dass bestehende infrastrukturelle Voraussetzungen berücksichtigt

werden, und kein zusätzlicher Platz- und Ausstattungsbedarf die Schulerhalter finanziell belastet. Schulleitungen brauchen schulautonome Gestaltungsmöglichkeiten bei der Umsetzung der

Deutschförderung;

• zentrale Vorgaben wie etwa ein einheitliches, verpflichtend anzuwendendes Testinstrument, das idealerweise methodisch auf jenem der Kindergärten aufbaut. Auch die Fördermethodik sollte auf zentralen Vorgaben aufbauen;

• weitere finanzielle Belastungen der Schulerhalter sind jedenfalls zu vermeiden.

Rückfragehinweis für Medien:
Mag.a Saskia Sautner
Mediensprecherin, Öffentlichkeitsarbeit, Kultur
Österreichischer Städtebund, Rathaus, A-1082 Wien
Telefon: +43 1 4000-89990
Mail: saskia.sautner@staedtebund.gv.at

Feed-ID: 7, 14.6.2018

Wien (OTS) – Einmal mehr äußerte der Österreichische Städtebund Kritik am Handelsabkommen CETA, dem gestern, Mittwoch, im Nationalrat mehrheitlich zugestimmt worden ist: „Der Beschluss ist ein Fehler, der so schnell nicht wieder gutzumachen ist“, sagte Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes.

Aus Sicht der österreichischen Städte und Gemeinden stellt das Handelsabkommen CETA zwischen Kanada und Europa insbesondere im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen (Daseinsvorsorge) eine reale Gefahr dar.

„Die öffentliche Daseinsvorsorge ist ein wichtiger und verlässlicher Faktor für das Zusammenleben in Österreichs Städten und Gemeinden und nimmt bei der Bevölkerung einen hohen Stellenwert ein. Wir sehen diese Basis durch CETA gefährdet“, sagte Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes.

Auch die Resolution, die vergangene Woche einstimmig durch die Delegierten des 68. Österreichischen Städtetages in Feldkirch beschlossen wurde, geht ausführlich auf die Daseinsvorsorge und mögliche Auswirkungen von Freihandelsabkommen auf diese Leistungen ein:

  • Die Daseinsvorsorge als Aufgabe des Staates und die Sicherstellung der Entscheidungshoheit der Städte und Gemeinden über deren Gestaltung ist daher verfassungsrechtlich zu definieren und als Staatszielbestimmung in der Bundesverfassung zu verankern.
  • Wichtige öffentliche Investitionen in die Daseinsvorsorge und Zukunftsbereiche wie Bildung und Kultur, Wissenschaft und Forschung, Gesundheit und Pflege, öffentlicher Verkehr und sozialer Wohnbau, Arbeitsmarktpolitik sowie Breitbandausbau dürfen daher nicht auf die Kriterien im Fiskalpakt sowie Stabilitäts- und Wachstumspakt angerechnet werden.
  • Die Versorgung mit Trinkwasser sowie Entsorgung von Wasser ist grundsätzlich von der öffentlichen Hand oder unter öffentlicher Beteiligung (Genossenschaften) zu leisten.
  • Freihandels- und sonstige internationale Abkommen, wie beispielsweise CETA, TTIP und TiSA, müssen vorrangig das Ziel des gesamtgesellschaftlichen Nutzens verfolgen. Insbesondere ist abzusichern, dass der Handlungsspielraum der demokratisch legitimierten Organe in keiner Weise beeinträchtigt wird und dieser Handlungsspielraum im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge jetzt und in Zukunft vollständig gewahrt bleibt. 

In Bereichen wie etwa im gemeinnützigen Wohnbau oder bei der Abwasserentsorgung bestehen große Lücken beim Schutz vor Liberalisierungsverpflichtungen. Zudem können ausländische Investoren durch CETA auf umfassende Sonderklagerechte gegenüber der öffentlichen Hand zugreifen. „Die Daseinsvorsorge wird erheblichen rechtlichen Risiken ausgesetzt sein, insbesondere durch Investitionsschutzbestimmungen. Durch die Investitionsschutzbestimmungen erhalten ausländische Investoren Sonderklagerechte. Staaten können verklagt werden, wenn diese Regulierungen für Umwelt, Wasser oder Gesundheit erlassen, welche die „legitimen Gewinnerwartungen“ von Investoren verletzen“, warnt Weninger.

Rückfragehinweis für Medien:
Mag.a Saskia Sautner
Mediensprecherin, Öffentlichkeitsarbeit, Kultur
Österreichischer Städtebund, Rathaus, A-1082 Wien
Telefon: +43 1 4000-89990
Mail: saskia.sautner@staedtebund.gv.at

Feed-ID: 7, 14.6.2018

Im Jahr 2017  hat sich eine Arbeitsgruppe des Fachausschusses für Personalmanagement des Österreichischen Städtebundes mit der Fragestellung beschäftigt, wie sich das Personalmanagement der Städte und Gemeinden vor dem Hintergrund der Anforderungen verschiedener Generationen von MitarbeiterInnen weiterentwickeln sollte. Die zahlreichen Ergebnisse dieser Diskussion wurden in einer Toolbox zusammengefasst, die zum Download zur Verfügung steht.

2018 sind nunmehr in drei Mitgliedsstädten des Österreichischen Städtebundes eintägige Workshops geplant, in denen jeweils ein Schwerpunktthema erörtert und diskutiert werden. Die Auftaktveranstaltung hat am 12. April 2018 in Innsbruck stattgefunden und sich mit der Frage „Die Kommune als attraktiver Arbeitgeber“ beschäftigt. 

Der 2. Workshop wird am 19. Juni 2108 in Linz abgehalten und befasst sich mit dem Thema „ Mit einem professionellen und modernen Recruiting punkten“.

Den Abschluss bildet eine Veranstaltung zur Fragestellung „Das Alter in der Organisation und den Übergang managen“ am 13. September 2018 in Villach.

Ab sofort besteht die Möglichkeit zur Anmeldung für den zweiten Workshop in Linz unter https://www.staedtebund.gv.at/anmeldung/ws-modernes-personalmanagement-2018.html.

Feed-ID: 7, 11.6.2018